Musikalischer Abend der Klasse 9a anlässlich des deutsch-französischen Tages

 

Die deutsch-französische Freundschaft lebt insbesondere durch die vielfältige gegenseitige kulturelle Bereicherung zwischen diesen beiden Ländern. Neben Bereichen wie Literatur, Tourismus, Schüleraustausch oder Küche spielt in diesem Zusammenhang auch die Musik eine wesentliche Rolle.

Aus diesem Grund entwarfen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a ein Programm, das am 19.02. 2020 unter der musikalischen Leitung von Frau Löffler, der Musiklehrerin der Klasse, vor Mitschülern, Lehrern und Eltern aufgeführt wurde.

Der Abend begann mit dem in Frankreich sehr bekannten Lied La maladie d’amour von Michel Sardou. Daran anknüpfend erläuterte die moderierende Schülerin, Marta Rygala, dem Publikum, dass sich die Liebe zwischen den beiden Ländern weiter verbreiten soll, dass sie aber, wie jede Art von Beziehung, auch gepflegt werden muss. Genau aus diesem Grund wurde im Jahre 2003 auch der deutsch-französische Tag ins Leben gerufen,  dessen Ziel es ist, die Bedeutung und Schönheit der freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden Nationen an die jungen Generationen weiterzugeben. Aus diesem Zusammenhang heraus wurden auch die musikalischen Beiträge für den Abend ausgewählt und einstudiert.Auch auf den Begriff maladie (Krankheit) ging die Schülerin unter Bezugnahme auf das Eingangslied ein. Dabei wurde von ihr verdeutlicht, dass sich die Liebe zwischen den beiden Ländern eben nicht wie eine Krankheit verbreiten sollte, dass aber in der Vergangenheit leider unzählige Kriege und Hass eine solche darstellten. Um Respekt und die Bedeutung des Miteinanders auszudrücken wurden daher im Anschluss an diese Ausführungen beide Nationalhymnen vorgetragen, die Frau Löffler zuvor mit der Klasse eingeübt hatte.

Danach wurde auf ein zunächst trennendes Element zwischen beiden Ländern hingewiesen: die verschiedenen Sprachen. Dabei wurde nicht verschwiegen, dass es durchaus mühsam sein kann, reihenweise unregelmäßige Formen des subjonctif zu erlernen, um nur ein Beispiel zu nennen. Französischen Schülern dürfte es mit den Tücken der deutschen Spracheallerdings  ähnlich ergehen, wenn sie diese erlernen müssen. Bei all diesem gewiss nicht immer nur Freude bereitenden Aufwand, der mit dem Erlernen einer Fremdsprache verbunden ist,  sollte aber auch nicht die Schönheit der jeweils anderen Sprache übersehen werden.

Aus diesem Zusammenhang heraus hatte Frau Löffler das Lied Je ne parle pas français von Namika mit der Klasse eingeübt, das vor kurzer Zeit in den Spitzenpositionen der deutschen Charts vertreten war. In dem Text beschreibt die Sängerin eine Begegnung mit einem Franzosen, den sie aufgrund der Sprachbarriere zwar nicht versteht, dennoch wünscht sie sich, dass er weiterreden möge, weil sie findet, dass seine Worte einfach schön klingen.

Nach diesem Loblied auf die französische Sprache wurde von der Moderatorin darauf hingewiesen, dass solche Kommunikationsschwierigkeiten im Alltag selbstverständlich immer wieder auftreten könnten, dass sie aber niemanden davon abhalten sollten, das Nachbarland zu besuchen und dessen Schönheit zu entdecken. Dabei wurde auch verdeutlicht, dass Frankreich ein sehr vielfältiges Land ist, dessen  kultureller Reichtum sich nicht allein auf die weltberühmte Hauptstadt Paris konzentriert. In diesem Zusammenhang wurde auf die normannischen Kathedralen, die Zwei-Flüsse-Stadt Lyon, die Partnerstadt Sète oder die Vulkanlandschaft der Auvergne hingewiesen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Zum Abschluss des Abends kehrte man inhaltlich aber schließlich wieder nach Paris zurück. Um die Schönheit Frankreichs auch nachklingen zu lassen, hatte Frau Löffler das weltberühmte Loblied auf die gleichnamige und ebenso bekannte Prachtstraße in Paris, Oh Champs-Elysées, ausgewählt und einstudiert. Die Stücke wurden jeweils unter ihrer Leitung vorgetragen und am Klavier begleitet.Nach diesem letzten Beitrag und dem sich daran anschließenden Applaus wurde das Publikum vonder Moderatorin mit einem hoffentlich bleibenden Eindruck von der Schönheit unseres französischen Nachbarlandes verabschiedet.

Für die Schüler ging der Abend jedoch noch mit deutsch-französischer Küche und einer Übernachtung im Schulhaus weiter. In diesem Zusammenhang ergeht ein ausdrücklicher Dank an Frau Teich und an Frau Wolf für die Mitwirkung und Unterstützung. Die Fachschaft Französisch bedankt sich ebenso bei der Musiklehrerin der Klasse, Frau Löffler, durch deren maßgebliche Mitarbeit an dem fächerübergreifenden Projekt der Gedanke der Vermittlung der deutsch-französischen Freundschaft durch Musik im Rahmen dieses Abends erst Form annehmen konnte und die dieses fächerübergreifende  Projekt von Beginn an entscheidend gestaltet hat.

Nicht zuletzt gebührt der Dank auch den Schülern, die das Programm vorbereitet und dargeboten haben und die im anschließenden Teil des Abends, wie erwähnt, die deutsch-französische Freundschaft auch in einem dann weniger offiziellen Rahmen weiter erleben durften.

Becker