Descartes Gymnasium Neuburg a. d. Donau

naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium

Lesungen mit Nils Mohl und Katja Brandis

In der Woche nach den Osterferien waren in unserem Konferenzsaal zwei Schriftsteller zu Gast: Am Dienstag nahmen die Schülerinnen und Schüler der Q11-Deutsch-Kurse an der Lesung mit Nils Mohl teil. Der aus Hamburg stammende Autor wurde mit seinem Roman „Es war einmal Indianerland“ berühmt und lebt seit 5 Jahren ausschließlich vom Schreiben.

Nils MohlDass Herr Mohl Literatur und Linguistik studiert hat, beeinflusste seinen Schreibstil mit Sicherheit ebenso wie seine über mehrere Jahre hin ausgeübte Tätigkeit in einer Werbeagentur. Seine eigentliche Berufung ist jedoch das Verfassen von Romanen und Kurzgeschichten. Für sein Werk hat Herr Mohl bislang zahlreiche Preise erhalten, unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis für den oben genannten Roman. Zudem wird seine Kurzgeschichte „Tanzen gehen“ auch gerne im Deutschunterricht gelesen.

Bei der Lesung kam auch mehrfach die 2017 erschienene Romanverfilmung zum Einsatz. Einige Szenen, die zuvor vorgetragen wurden, konnten die Schüler dann in der filmischen Umsetzung auf sich wirken lassen.

Die zweite Hälfte der Veranstaltung war dem Gespräch zwischen Autor und Schülern gewidmet. So konnten die Jugendlichen erfahren, dass Herr Mohl beim auf den ersten Blick seltsam wirkenden Titel "Es war einmal Indianerland" Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ als Inspiration hatte – der Originaltitel lautet nämlich „Once Upon a Time in the West“.

Anhand einiger Beispiele legte der Autor dar, wie persönliche Erlebnisse aus seiner Jugend die Romanhandlung prägten. Ein gutes Beispiel ist der 17-jährige Protagonist des Romans, der sich auf einen Road-Trip zu einem Festival begibt. Als Vorbild für diese Veranstaltung diente das legendäre „Werner-Rennen“, welches 1988 auf dem Flugplatz Hartenholm in Schleswig-Holstein stattgefunden hat. Dabei kam es aufgrund der unerwartet hohen Teilnehmerzahlen zu ähnlich chaotischen Zuständen wie im Roman, zudem war der Autor im Jahr 1988 ebenfalls 17 Jahre alt.

Katja Brandis Bei der zweiten Lesung am Freitag las die Münchener Bestsellerautorin Katja Brandis den etwa 150 Fünftklässlern des Gymnasiums aus ihrer Roman-Reihe „Woodwalkers“ vor. Die Bücher handeln von den Woodwalkern, also von Wesen, die ihre Gestalt zwischen Mensch und Tier wechseln können. Neben den vorgetragenen Episoden präsentierte die Autorin den Zuhörern zahlreiche Informationen, die sie auf ihren ausgiebigen Recherchereisen gewonnen hat. Inspiriert wurde Frau Brandis von den Tieren, denen sie im Yellowstone-Nationalpark in den USA zum Teil selbst begegnete. Und so gewährte die Lesung nicht nur Einblicke in die Werke der Autorin, sondern wurde gleichzeitig zu einer Naturkundestunde, in der die sichtlich begeisterten Schülerinnen und Schüler auch Informationen über wilde Tiere, Vulkanismus und Geysire erhalten haben.

Die interessierten Kinder stellten der Autorin zahlreiche Fragen, von denen alle, auch die nach ihren Einkünften, bereitwillig beantwortet wurden. Da sie mittlerweile schon seit über 20 Jahren erfolgreich Bücher schreibt, habe die Autorin mittlerweile so viel Übung, dass sie innerhalb von 3 Monaten ein Buch vollenden kann, obwohl sie meistens nur am Vormittag schreibt.

Am Ende beider Lesungen konnten die Kinder und Jugendlichen die vorgestellten Werke am Büchertisch erwerben und signieren lassen. Besonders intensiv wurde diese Möglichkeit von den Fünftklässlern genutzt.

(Text: W. Kulzer; Fotos: C. Eschner)

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